Institut für Nieren- und Hochdruckforschung

 
 

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 Ausgabe 1 November 2014



Wie die Nieren altern

Die Nierenfunktion lässt ab dem 45. Lebensjahr nach. Pro Lebensjahr altert die Niere um etwa 1%. Im 80. Lebensjahr entspricht dies einer Funktionsminderung um 35%. Die Niere teilt damit das Schicksal anderer Organe wie Herz, Lunge und Gehirn.
Beschleunigt wird der Nierenfunktionsverlust durch Erkrankungen: Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) zusammen mit einer Verkalkung der Nierengefäße sind die häufigsten Ursachen. Aber auch Medikamente, wie die klassischen Antirheumatika und Schmerzmittelkombinationen können zu chronischen Nierenschäden und damit zu einem schnelleren Funktionsverlust führen.
Ein spätes Zeichen einer Nierenfunktionseinschränkung ist der Anstieg des Serum-Kreatinin-Wertes im Blut. Dann aber beträgt der Nierenverlust bereits 50%!

Wichtiger ist deshalb, die Risikofaktoren zu erkennen und zu behandeln. Eine gute Blutdruckeinstellung (Wert < 140/80 mmHg) und eine gute Behandlung der Zuckerkrankheit sind hier wichtig. Für eine optimale Behandlung gibt es heute Leitlinien, die immer wieder aktualisiert werden.

Fazit: Die Nierenfunktion nimmt über die Jahre ab. Hinzukommende Schäden verstärken diesen Effekt. Dann besteht die Gefahr eines schweren Nierenverlustes im hohen Alter und die Notwendigkeit einer Behandlung mit der Dialyse (Blutwäsche oder Bauchfelldialyse). Bei Zeichen einer dauerhaften Nierenschädigung muss der Nephrologe (Nierenarzt) zu Rate gezogen werden.


Ihr,


Prof. Wolfgang Pommer
 

Ausgaben von NierenGesund

Die Rubrik NierenGesund gibt Patienten, deren Angehörigen und interessierten Menschen aktuelle Informationen zu Nierenerkrankungen und verwandten Leiden bzw. Erkrankungen.
NierenGesund erläutert verständlich für Nichtmediziner, die neuesten Erkenntnisse aus Klinik und Forschung.




























 

 


 





 

 











 

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